Es war ein würdiges Finale. Deutschland hat gekämpft, alles versucht, aber man muss fairerweise anerkennen, dass Spanien die bessere Mannschaft war. Die Spanier haben von Anfang an ein Klasse-Turnier gespielt und schönen Fußball geboten. Sie stellten das konstanteste Team und gewannen fast jedes Spiel - der Sieg nach Elfmeterschießen gegen Italien wird offiziell als Unentschieden geführt. Wem also kann man den Titel nicht mehr gönnen als ihnen?
Die Mannschaft von Joachim Löw ist dank einer tollen kämpferischen Leistung und viel Moral bis ins Finale gekommen. Auch das ist ein schöner Erfolg. Er hätte noch größer werden können, wenn unser Team sein spielerisches Können, sein technisches und taktisches Vermögen in vollem Umfang hätte abrufen können. Wenn Michael Ballack & Co. wie bei der WM 2006 richtig guten, offensiven Kombinationsfußball gespielt hätten, hätte es vielleicht für den ganz großen Gipfelsturm bei der Bergtour 2008 gereicht.
Aber offenbar war die Zeit dafür noch nicht reif. Für manchen Spieler war diesmal der Druck vielleicht doch noch ein bisschen zu groß, wie Joachim Löw mir selbst gesagt hatte. Aber so bleibt nun die Hoffnung auf das nächste große Ziel: den Gewinn der WM 2010 in Südafrika. Ich finde, wir können sehr optimistisch in die Zukunft schauen. Der Bundestrainer verfügt über viele junge und talentierte Spieler wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski, Marcell Jansen oder Mario Gomez. Sie und alle anderen werden nach dieser Euro gefestigter in das nächste große Turnier gehen.
Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Turnier für die deutsche Mannschaft. Man darf nicht vergessen, dass wir seit zwölf Jahren kein einziges EM-Spiel mehr gewonnen hatten vor dem 2:0 gegen die Polen. Jetzt sind wir bis ins Finale gekommen und hatten wieder einen wunderschönen Turnierabschluss am Brandenburger Tor. Gerade in Berlin hat man wieder gemerkt, wie eng die Bindung zwischen Mannschaft und Fans und umgekehrt ist. Das ist sehr alles stimmig. Ich habe das Gefühl, dass die Nationalmannschaft in Deutschland noch nie so beliebt war wie seit der WM 2006. Was damals schon nicht zu toppen schien, ist einfach nahtlos in den Alltag übergegangen. Trainer-Team und Spieler haben immer wieder betont, wie sehr diese tolle Stimmung sie trägt. Insofern dürfen wir uns alle schon jetzt auf die WM-Qualifikation und die nächste große Herausforderung freuen.
Ich teile Ihre Beobachtung vollkommen. Auch abseits von Public Viewing und Fähnchen am Auto besteht im Moment eine Identifikation mit der Deutschen Nationalmannschaft wie schon seit einigen Jahren nicht mehr. Nach der WM 1990 versank die Mannschaft kontinuierlich immer weiter in einem Trauertal, spielte langweiligen Fußball und bestand allmählich nur noch aus Spielern, von denen man nicht genau wusste, warum und weshalb sie für Deutschland überhaupt alles geben sollten. Kritik von außen, insbesondere von den Medien, wurde von Offiziellen achtlos beiseite geschoben nach dem Motto "Die Nationalmannschaft geht nur uns was an". Seit dem Umbruch nach 2004 ist in dieser Hinsicht ein klares Umdenken zu erkennen. Trotz geheimer Traningseinheiten fühlt man sich der Mannschaft näher als je zuvor. Dr. Theo Zwanziger spricht mit seiner Aussage "Die Nationalmannschaft gehört den Fans" in Bezug auf mögliche exklusive Übertragung der Spiele im Pay-TV uns allen aus der Seele. Das nach außen bedingungslose "Wir-Gefühl", das die Mannschaft ausstrahlt entschädigt so auch für die eher schlechten Leistungen bei dieser Europameisterschaft.
Patrick M. am 30.06.08 19:31
Warum sind sie nicht ehrlich und sagen was Sache ist. Das war das schlechteste Endspiel einer deutschen Nationalmannschaft, das ich bisher gesehen habe. Und ich habe alle gesehen von 1954 bis heute.
Sage und schreibe 4 Torschüsse auf das Tor der Spanier. Merken sie denn nicht, daß wir mehr und mehr nicht mehr ernst genommen werden von unseren Gegnern. Offensichtlich war die Mannschaft seit Beginn des EM-Turniers nicht richtig eingestellt worden, denn solche unterschiedlichen Leistungen sind doch eine Sache des Kopfes. Zumal wir alle wissen, daß sie es besser können. Das ist aber eine Aufgabe des Trainers.
Reiner am 30.06.08 19:35
Ein System, in welchem Spieler unantastabar sind und "nicht zur Diskussion" stehen oder "gesetzt", obwohl deren Leistung unterirdisch ist (Ballack, Frings, Lehmann)ist eine Verhöhnung all jener, die richtig Potential und Leistungswillen (z.B. Marin, Hildebrandt) haben. Der DFB ist aber schon seit jeher für Vetternwirtschaft berüchtigt.
Die deutsche Mannschaft hat bis auf das Spiel gegen Portugal den Einzug ins Finale nicht mal verdient.
Und dann muss man noch so selbsternannten Experten zuhören, die auf Seiten der Spanier die rote Karte fordern, das Handspiel von Lehmann ausserhalb des Strafraums (auch rotwürdig) nicht gesehen haben wollen. Manchmal sollte man einfach mal die nationale Brille abnehmen und sich den Tatsachen zuwenden!
Es ging um einen sportlichen Wettkampf, den hat Spanien mit deutlich mehr Klasse zu seinem Gunsten entschieden. Spanien ist ein würdiger Europameister, den Sieg erkenne ich neidlos an und gratuliere zu dieser konstanten Leistung!
Sei 1980 habe ich jede EM und WM gesehen, eines hat sich in all den Jahren nicht geändert: Die deutsche Mannschaft läuft immer, als hätten sie Zement in den Socken. Lustloses Hin- und Hergeschiebe des Balls hinten und im Mittelfeld einen Fehlpassgenerator à la Ballack. Unser Jugendtrainer hätte uns seinerzeit die Beine abgehackt, wenn wir so desolate Pässe geschlagen hätten. Und mich hätte der Trainer an der Latte aufgehangen, wenn ich wie Lehmann rauslaufe, ohne dann konsequent auf den Ball zu gehen.
Zumindest die schauspielerischen Einlagen werden immer unterhaltsamer, da gibts was gegen den Schienbeinschoner, schon wird sich 5 Minuten wie in Todespein gewälzt.
Deutschland hat es bis ins Finale gebracht, wenn auch nicht verdient. Der verdiente Sieger heisst zumindest Spanien.
Björn
Björn am 30.06.08 19:55
dieses Spiel stellt (glücklicherweise) in keinster weise die leistung ein Kämpferischen deutschen Mannschaft dar. viel mehr war eine Resignation der deutschen Mannschaft bereits nach wenigen Spielminuten zu beobachten do wurde aus einer klaren dominanz das Spiel welches wir alle traurigerweise mit ansehen mussten. nun sollte sich wahrlich die frage stellen warum unter der leitung von Joachim Löw sämmtliche Spiele so verhalten ausgefallen sind und warum die leitung durch Hans Dieter Flick zu einen solch fulminanten Spiel gegen Portugal geführt hat. es ist nach dieser em eindeutig größtenteils von eine Stolperturnier der deutschen Auswahl zu sprechen denn mit der Leistung die sie in den meisten Spielen gezeigt haben war es nur eine frage der zeit bis die Mannschafft verliert, es ist zwar erst im Finale passiert aber es ist passiert das alles ist umso traurieger da die Spielerischeleistung der Deutschen Mannschaft eigenntlich weit über den gezeigten lieg (Bsp wie eben schon Deutschland Portugal) aber es gelingt nicht sie abzurufen insofdern sollte man davor warnen dieses Turnier allzu positiv zu bewerten.
Hagen-Henrik Kowalski am 30.06.08 20:13
Wie kann denn diesmal die Zeit für offensiven Kombinationsfußball "noch nicht reif" gewesen sein, wenn die nahezu identische Mannschaft ähnliches vor 2 Jahren bereits gekonnt hat.
Und was die Bindung der Fans angeht: Ich habe das Gefühl, dass da eine große Masse ein Ereignis - ein "Event" - zum feiern nutzt. Nicht mehr und nicht weniger. In meinem Erweiterten Umfeld hupen jedenfalls Menschen, die bis heute Clemens Fritz nicht von Simon Rolfes unterscheiden können. Darauf, auf eine "tragende Stimmung", sollte sich die Nationalmannschaft besser nicht verlassen.
Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) am 30.06.08 21:14
Ein würdiges Finale? Deutschland hat gekämpft, alles versucht? Welches Finale hat Frau Lierhaus gesehen? Ich habe nur eine hilflose deutsche Mannschaft gesehen, die sich bis auf Lehmann, Schweinsteiger und Lahm bereits nach 10 Minuten aufgegeben hat. Absolut enttäuschend v.a. Michael Ballack ("der beste Mittelfeldspieler der Welt"?) und Torsten Frings. Und dann kommen auch noch die ungelenken Kuranyi und Gomez (statt Neuville) - eine taktische Meisterleistung von Löw!!!
Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Turnier für die deutsche Mannschaft?
Vom Ergebnis her (Zweiter Platz) vielleicht - aber etwas kritischere Töne wären bei einer Sportreporterin (im Gegensatz zu einer Boulevardreporterin, die es sich mit ihren "Kunden" nicht verderben möchte) schon angebracht (so wie in ihrem treffenden Artikel "Ein Team, zwei Gesichter"). Diese Schönfärberei in den Medien ("Vize-Helden") und durch Joachim Löw und Michael Ballack nach nur eineinhalb (!) guten Spielen und solch einem desaströsen Abgang im Finale ist einfach unerträglich! Ich habe noch nie ein derart einseitiges Finale gesehen, bei dem eine Mannschaft sich so technisch unterlegen und v.a. so willensschwach und kraftlos (auch die Spanier haben vorher 5 Spiele gehabt!) gezeigt hat. Insgesamt war diese EM daher - trotz der (professionellen) Hochjubler eine große Enttäuschung. Ein Rückschritt für die Nationalmannschaft und v.a. für Joachim Löw, der das offensichtliche Versagen und die fehlenden Fähigkeiten einiger Spieler (Odonkor, Kuranyi und insbesondere Gomez!!!) nicht wahrhaben wollte und - im Gegensatz zu früher - jetzt auch die Fähigkeit zur (Selbst-)Kritik verloren zu haben scheint.
Manfred am 1.07.08 8:54
Sehr verehrte Frau Lierhaus,
meiner Meinung nach finden Sie vielleicht einige verträumte Fans auf den Fanmeilen, die Ihre Einschätzung teilen, aber beliebt kann eine Mannschaft nicht mit der über das gesamte Turnier gezeigten Leistung werden.
Von den Medien wurde sogar das Spiel gegen Österreich zu einem besonderen
Ereignis mit fußballerisch hohem Stellenwert hochgejubelt und dabei zeigte sich die mentale Schwäche der
gesamten Mannschaft, einschließlich
Trainer Löw und Manager Bierhoff.
Beliebt und geachtet wird man erst, wenn man Charakter zeigt.Medien könnten diesen oft überforderten Sportlern helfen, indem sie objektiv
grenzwertige Situationen schildern und beschreiben, aber leider werden die Ereignisse zu naiv, zu laienhaft, zu provozierend und zu billig in die Öffentlichkeit getragen, sodass man doch geneigt ist, den Fernseher auszuschalten oder den Ton abzustellen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie in Zukunft solche sportlichen Ereignisse mit Diplomatie schildern.
Aus meiner Sicht kann die deutsche Mannschaft nur beliebt werden, wenn sie versucht, ein wenig Freude am Fußballspielen zu haben, denn sonst bleibt sie zweitklassig und erreicht noch niemals das nächste Ziel.
Beliebt kann man auch werden, wenn man ein wenig bescheidener die angestrebten Ziele im Auge hat, denn sonst kommt Hochmut vor dem Fall.
schnmoll,horst am 1.07.08 10:46
Jetzt, inzwischen 2 Tage nach dem Finale, bin ich leider immer noch nicht ganz darüber weg.
Ja, stimmt, Spanien war die bessere Mannschaft. Allerdings tue ich mich schwer damit, den neuen Europameister als quasi unschlagbare Mannschaft zu bewerten, auch wenn sie es scheinbar im Turnier gewesen ist.
Ich denke, dass unsere Spass-Kicker vorallem taktisch mehrere Optionen hatten, ich denke da vor allem nach dem 0:1 an eine offensivere Ausrichtung.
Die Einwechselung von Kuranyi blieb genauso erfolglos wie bereits gegen Kroatien, daher habe ich für diese Trainer-Idee auch überhaupt kein Verständnis, ebenso wie für die Auswechslung von Klose, hier hätte ich mir eher noch einen Borowski als Entlastung im Mittelfeld gewünscht (hat vor 2 Jahren mit Borowski und Klose gegen Argentinien mit dem Ausgleich-Tor kurz vor Schluss der regulären Spielzeit doch auch wunderbar geklappt). Ich würde mich zu weit rauslehnen, wenn ich jetzt noch behaupten würde, in der 2. Halbzeit mit Podolski (links) Klose (Mitte) und Neuville (rechts) wären wir "vielleicht" gefährlicher gewesen, ich kenne bereits den Einwand, die spielstarken Spanier hätten uns auseinander genommen, nun was solls, 0:1, 0:3, 0:5, mir ist es egal wie hoch wir verlieren. Jansen war super und hat alles versucht. Und warum hat man überhaupt solange mit einer Reaktion gewartet? Es ist mir fast leid, dass immer erst nach dem Spiel die Fehler analysiert werden können, warum lernt man nicht dazu und liest das Spiel während den 90 Minuten.
OK, ich gebe zu, ich nörgel etwas rum, ich gebe auch zu, dass mit Sicherheit nicht alles schlecht ist. Ich würde beinahe sagen 90% hervorragende Arbeit und beste Rahmenbedingungen aber die 10% zum Titelgewinn fehlen noch - und aufgrund der Erfahrung von 2006 und 2008 wage ich eine nüchterne Prognose für 2010...wenn nämlich dann wieder "Ersatzspieler" einen Rückstand drehen sollen.
Und auch wenn ich kein Fan von Jens Lehmann bin, finde ich es wirklich schade, dass hier wohl der letzte Spieler der "alten Generation" sein letztes großes Tunier gespielt hat...ich habe den Eindruck, dass jetzt nur noch die Bravo-Fußballer im Vordergrund stehen, egal wie sie spielen, Podolski, Ronaldo und Co. lösen bereits wie Tokio-Hotel und Konsorten erstklassiges Girlie-Geschrei aus, demnach ist es doch nun völlig egal ob wir einen Titel holen und wie wir gespielt haben.
Ich bewundere unsere neu entstandene FanKultur in Deutschland...
Thomas D. am 1.07.08 12:23
Toll!? Wir sind Vize-Europameister... Nach dem 3. Platz bei der WM 06 haben wir statistisch gesehen eine positive Weiterentwicklung erreicht. Jedoch was wir auf dem Platz während der EM sahen, war weitestgehend ein Rückschritt. 2006 haben wir in allen Spielen eine spielfreudige und kämpferische Mannschaft gesehen. Selbst dem unglücklichen Ausscheiden im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister konnte man etwas positives abgewinnen. Die Euphorie war mehr als berechtigt. Dies war leider während der EM nicht so. Längst vergessene Untugenden im Spiel der Deutschen Mannschaft kamen regelmäßig zum Vorschein. Auch haben sich einige Reporter diesen starken Schwankungen ergeben. Wie kann es sonst zu erklären sein, dass man bei dieser EM von einem Fortschritt sprechen kann? Die Reporter und Fussballexperten haben uns Fans gegenüber auch die Verpflichtung Gründe für solch schwankende Leistungen im Gespräch mit den Verantwortlichen näherzubringen. Dies sind in erster Linie der Trainer und in zweiter Linie der Kapitän. Letzterer ist leider ein weiteres Mal den Beweis schuldig geblieben eine Führungspersönlichkeit zu sein. Wenn wir diesen Mangel beseitigen und zusätzlich den Trainerstab mit Psychologen erweitern, haben wir zumindest für 2010 zwei Ausreden weniger warum es nicht geklappt hat.
Thomas Zucker am 1.07.08 15:16
Spanien ist Europameister!
Und das högschd verdient.
Und unsere Mannschaft?
Ehrlich gesagt kann ich ihr zumindestens nicht die "tolle Moral" attestieren, wie es immer wieder andere wie Frau Lierhaus gesehen haben wollen.
Während des ganzen Finalspiels spielte die Mannschaft irgendwie ohne Feuer, ohne Zug.
Bei manchem hatte ich den Eindruck, daß man noch mal erklären müsste, daß es an diesem Abend um die Wurst geht.
Auf dem Feld war nichts zu sehen von "Wir wollen Euopameister werden".
Stellvertretend für diese Einstellung steht auf Seiten der Spanier Fernando Torres beim Erzielen des 1-0: Biss und Engagement. Der pure Willen!
Das war imponierend und klasse zugleich.
Mit so einer Mannschaft wie der unsrigen, die man zum Jagen tragen muß, fällt es zur Zeit schwer, sich zu identifizieren.
Meine Gratulation an Spanien!
Marco Sari am 1.07.08 19:01
2 aus 6!
Zwei schöne Spiele (Polen und Portugal) reichen leider nicht, um Europameister zu werden.
Gegen Österreich und Türkei war es das Glück (was sicherlich dazu gehört), dass der Pass bzw. Freistoss im richtigen Moment ankommt.
Ich bin mir nicht ganz so sicher, ob die Spieler wussten, dass sie auf einer EM sind oder in einem Wellness-Trainingslager. Wie bemerkte doch Frau Lierhaus nach dem Polen-Spiel in Ihrer Reportage: "Ich habe noch nie eine so tolle Stimmung bei einer deutschen Mannschaft erlebt" - dann kam Kroatien. Davor ein schöner Bericht über Urs Siegenthaler und seine Jungs, die die Kroaten bereits seit über 1 1/2 Jahren beobachten und jede Armbewegung analysiert haben ... vielleicht hätte unser Chefscout auch mal analysieren sollen, dass man als Gegner der Kroaten auch noch spielen muss.
Der türkische Trainer lässt dann seine Jungs einfach so wie Kroatien spielen und alle sind erstaunt. Ein Bruchteil der Leidenschaft und des Herzblutes der Türken und der Spanier hätte man sich als Fan von unserer Mannschaft gewünscht ...
Die Mannschaft zehrte bei dieser EM noch vom Beliebtheitsbonus der WM 2006 und ist solange beliebt, wie man als Fan merkt, dass die Jungs auf dem Platz versuchen tollen Fussball zu spielen. Insofern ist diese Beliebtheit hier im Land schon abgekühlt (s. auch die Kommentare), was bei Frau Lierhaus im Studio scheinbar noch nicht angekommen ist.
Im Arbeitszeugnis dieser EM müsste stehen (wie auch bei der Vize-WM 2002): Die Mannschaft war stets bemüht.
Norbert am 2.07.08 11:25
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