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A wie Abschied bis Z wie Zuschauer

Sonntag, 29.06.2008

Bild von Wolfram Porr, Rechte: WDR

A wie Abschied bis Z wie Zuschauer

Zum Schluss sagen dann alle immer "danke" und ziehen Bilanz. Auch wir bei der ARD! Mein ganz persönliches A bis Z der Tops und Flops dieser Euro 2008!

ARD-Teamchef Volker Kottkamp

A wie Abschied: Für Volker Kottkamp war es das letzte große Fußballevent als ARD-Teamchef. Bei den Olympischen Spielen in Peking ist er noch einmal dabei. Danach geht er in den wohlverdienten Ruhestand. "Ohne Kotti wär hier gar nix los" sangen die Kollegen bei der Teamfeier. Dem ist nichts hinzuzufügen.

B wie Ballack: Führte die deutsche Mannschaft ins Finale von Wien, auch wenn er selbst nicht in jedem Spiel überzeugen konnte. Trotzdem: Well done!

Cordoba-Grillplatte; Rechte: ARD/Porr

C wie Cordoba: War DAS geflügelte Wort bei dieser Euro. Sollte uns Deutschen Angst machen. Doch es kam anders: 1:0 für Deutschland. Kein "Wunder von Wien", kein neues Cordoba!

D wie Donau: Fließt durch Wien und habe ich doch kaum zu Gesicht bekommen. Hole ich aber nach. Versprochen!

E wie England: Wien grüßt Lampard, Rooney & Co. See you 2010!

Fans auf der Fanmeile; Rechte: ARD/Porr

F wie Fanmeilen: In Deutschland wieder der Hit, in Österreich nur voll, wenn die eigene Mannschaft spielte. In Klagenfurt herrschte nach Zwischenfällen mit Hooligans teilweise sogar gähnende Leere.

G wie Griechenland: Top-Flop des Turniers neben Vize-Weltmeister Frankreich. Früh hieß es "Adieu, les Bleus", noch früher verabschiedeten sich Otto Rehhagel und der Titelverteidiger. Zeit, dass beide Mannschaften einer Frischzellenkur unterzogen werden!

H wie Happel: Namensgeber des Finalstadions und omnipräsent in Wien: Was wäre Österreich ohne den Grantler von Rapid?

I wie "Immer wieder Österreich": DER Schlachtruf der Österreicher, die nach dem Vorrundenaus ihre Sympathien auf die verbliebenen Teams verteilten.

J wie Jogi: Hat sein erstes Turnier als Cheftrainer mit Bravour bestanden. Blieb auch cool, als es nach dem Kroatien-Spiel Kritik hagelte. Sein Disput mit dem vierten Schiedsrichter im Österreich-Spiel war der Aufreger des Turniers!

Fiaker und Kaffeehaus; Rechte: ARD/Porr

K wie Kaffeehaus: Gibt`s in Wien wie Gegentore in San Marino. Nur schade, dass die akkreditierten Journalisten bei der Euro - einem UEFA-Sponsor geschuldet - mit "McCafé" Vorlieb nehmen mussten. Und das im Land der Kaffeekultur.

L wie "leiwand": Österreichischer Ausdruck für "großartig" oder "traumhaft". Verwenden die Wiener aber eher selten im Zusammenhang mit Fußball, eher mit Skifahren.

M wie Mehlspeisen: Das muss man den Österreichern ja lassen: Ob Palatschinken, Kaiserschmarrn oder Strudel - Mehlspeisen können sie! Neben dem Original Wiener Schnitzel der kulinarische Höhepunkt dieser vier Wochen!

N wie Niederlande: Nach der Vorrunde schon der "gefühlte Europameister" und Turnierfavorit schlechthin, schied die "Elftal" im Viertelfinale überraschend gegen Russland aus.

O wie "Oldschdod": Mein Verein und auch mein ganz persönliches Ärgernis während dieser Euro: Zum zweiten Mal binnen drei Jahren hat es die SpVgg Bayreuth (genannt: "Altstadt", fränkisch: "Oldschdod") nicht geschafft, die Lizenzauflagen des DFB zu erfüllen. Aus. Vorbei. Statt Regionalliga nun also wieder Bayernliga. Sechs, setzen, Herr Wicklein!

Lukas Podolski; Rechte: ARD/Porr

P wie Poldi: Blühte in der Nationalmannschaft auf und ließ ein enttäuschendes Jahr bei den Bayern vergessen. Ohne seine Tore gegen Polen und seine Vorlagen gegen Portugal stünde Deutschland wohl nicht im Finale!

Q wie Qualität: Eines der meistgebrauchten Worte von Bundestrainer Joachim Löw. Qualitäten hatten definitiv alle Mannschaften des Turniers, nur nicht alle auf dem Platz.

R wie Rapid: Ehre wem Ehre gebührt. Drum sei der aktuelle österreichische Meister an dieser Stelle erwähnt. Aus einem Besuch in Hütteldorf wurde allerdings nichts. Der Traditionsklub ist derzeit nur Gast im eigenen Stadion. Auch dort findet "Public Viewing" statt.

S wie SAD: Sonderzutrittsberechtigung fürs Stadion und der Grund, warum es auch für akkreditierte Journalisten keinen Zutritt zur Medientribüne gab. Musste man sich eben etwas anderes einfallen lassen, um die Spiele doch live zu sehen...

T wie "Todesgruppe": Die als solche bezeichnete Gruppe C mit Italien, Frankreich, den Niederlanden und Rumänien war keine. Aus jeder anderen Gruppe schaffte es mindestens ein Team ins Halbfinale - nicht jedoch aus dieser!

Master Control Room im Sendezentrum; Rechte: ARD/Porr

U wie Unwetter: Erst Basel, dann Wien: Der Regen spielte nicht immer mit bei dieser Euro. Am heftigsten war das Gewitter während des Halbfinalspiels Deutschland gegen die Türkei, das für einen Stromausfall im Sendezentrum in Wien sorgte und damit zu minutenlangen Bildausfällen führte.

V wie Vokuhila: Bei dieser Euro selbst bei den Tschechen so gut wie ausgemerzte Fußballerfrisur (vorne kurz, hinten lang)

W wie Wuchtel: Habe ich gelernt: So bezeichnen die Österreicher den Fußball, der dann nach einem "Köpfler" ans "Stangerl" fliegt. Oder so.

X wie Xavi (Hernandez): Stellte seinen Teamkollegen Xabi (Alonso) in den Schatten, sprich: auf die Ersatzbank. Einer der stärksten Spieler dieses Turniers!

Y wie Yuri Zhirkov: Für mich eine der Entdeckungen dieser Euro. Yuri Zhirkov beackerte bei Halbfinalist Russland die linke Seite und steht wie die gesamte Mannschaft für Schnelligkeit, Torgefahr und Laufbereitschaft. Ganz großes Turnier!

Z wie Zuschauer: 31 Spiele gab es bei dieser Euro, alle waren sie (offiziell) ausverkauft. Dass hier und da doch mal ein paar Plätze frei blieben, dazu schweigt die UEFA lieber. Fehler gibt halt niemand gerne zu.

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Kommentare zum Eintrag A wie Abschied bis Z wie Zuschauer

Zu deinem "O" ist nichts hinzuzufügen. Grüße aus Bayreuth

Ein Bayreuther am 30.06.08 15:18

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